Gutes Frühstück unter der Woche ist kein Spass, echt nicht.

Unter der Woche mach´ ich oft das Frühstück, für eine vierköpfige Familie (zwei halbwüchsige Schüler + Eltern). Frühstück ist das, was zwischen dem Aufstehen und dem Aus-dem-Haus-gehen passiert.

Wenig Platz für Idylle. Also Frühstück herrichten, dazwischen die Kids aus den Betten holen (klappt selten vor dem dritten Anlauf), ein paar schnelle Abstimmungen zwischendurch (wer ist wann wo, was ist das Tages/Abendprogramm), schwierige Entscheidungen (das Rote oder das Blaue? Mit dem Zug oder dem Auto?), schnell noch eine Unterschrift auf einem Wisch für die Schule, Bargeld für die Putzfrau hinlegen, der Eiskasten schon wieder halb leer, der Tee zu heiss, die Butter zu kalt.

Essen gegen die Uhr. Die Kids rechtzeitig auf den Weg bringen. Wenigstens das Einser-Kastl im Standard lesen. Geschirrspüler einräumen. Mistsack voll. Und draussen regnet´s.

Es wundert mich nicht, immer mehr Menschen zu sehen, die am Weg zur Arbeit, in der U-Bahn, frühstücken. Kinder, die dem Bäcker schlaftrunken einen Fünfer hinhalten, für Kakao und Kipferl. Teenager, die RedBull mit Marlboro frühstücken. Autos mit Becherhaltern. Als ob´s vorm Starbucks Parkplätze gäb´.

Frühstück muss schnell gehen. Frühstück darf nicht kompliziert sein. Und es soll trotzdem was ausgeben. Soll gar “gesund sein”. Nicht einfach. Weil das mit dem “dann steh´ich halt eine halbe Stunde früher auf” klappt nicht. Bei mir jedenfalls.

Aber es ist mir bewusst – ein gesundes, hochwertiges Fühstück das gemütlich und mit Genuss zu sich genommen wird – ist absoluter Luxus und würde vermutlich mein Leben verbessern.

Nicht umsonst das Zitat: Die erste Stunde des Tages bestimmt den gesamten Tagesverlauf wesentlich.